Aufbau eines krisenfesten Europas
Damit Europa künftige Krisen wie Klimakatastrophen, Pandemien oder geopolitische Herausforderungen bewältigen kann, müssen die Bürgerinnen und Bürger für solche Situationen gerüstet sein.
Deshalb hat die EU-Kommission die Strategie für eine Union der Krisenvorsorge ins Leben gerufen. Diese misst den Menschen und Organisationen vor Ort eine entscheidende Rolle beim Aufbau einer widerstandsfähigen Gesellschaft bei.
Ab März werden 150 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus allen 27 EU-Ländern in einem Bürgerforum zusammenkommen, um über die wichtigsten Fragen zu beraten:
- Wie können die Bürgerinnen und Bürger Europas besser auf Krisen vorbereitet werden?
- Wie stellen wir sicher, dass die Maßnahmen und Initiativen der EU-Strategie für eine Union der Krisenvorsorge inklusiv und wirksam sind und den Bedürfnissen aller Bürgerinnen und Bürger gerecht werden?

Was von dem Bürgerforum zu erwarten ist
In drei Sitzungen bringen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven zur Krisenvorsorge ein und leisten wertvolle Beiträge zur Umsetzung der EU-Strategie für eine Union der Krisenvorsorge.
In strukturierten Diskussionen erörtern die Teilnehmenden Initiativen für mehr Risikobewusstsein in der Bevölkerung sowie zu Risikokommunikation und Bildungsstrategien, die die Krisenvorsorge auf dem gesamten Kontinent stärken sollen.
Für ein umfassendes Verständnis und eine erfolgreiche Zusammenarbeit werden sie dabei von Sachverständigen, Moderator*innen und Dolmetscher*innen unterstützt. Am Ende legen sie der Europäischen Kommission eine gemeinsame Vision und eine Reihe von Prioritäten vor. Damit sollen inklusive, sinnvolle und wirksame Maßnahmen gefördert werden, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entsprechen.

Zeitrahmen
Das europäische Bürgerforum zur Krisenvorsorge tagt an drei Wochenenden zwischen März und Mai 2026.
- 20.-22. März1. Tagung – Brüssel
- Einführung in das Thema Krisenvorsorge
- Austausch erster vielversprechender Ideen der Teilnehmenden
- 24.-26. April2. Tagung – online
- Bestandsaufnahme der ersten Sitzung und Entwicklung von Ideen nach Thema und Fragestellung
- Erste Phase der Ausarbeitung von Empfehlungen
- 22.-24. MaiAbschlusstagung – Brüssel
- Erarbeitung von Schlussfolgerungen aus den Debatten und Empfehlungen für die EU-Kommission
- Erläuterung der nächsten Schritte – Auswirkungen auf die EU-Politik
Krisenvorsorge: eine gemeinsame Verantwortung Europas
Da die Häufigkeit und die Intensität von Krisen zunimmt, müssen die EU und die Europäerinnen und Europäer gut vorbereitet und anpassungsfähig sein, damit sie gezielt reagieren können.
Zur Krisenvorsorge gehören Maßnahmen zur Krisenvorbeugung – frühzeitige Maßnahmen, das Erkennen potenzieller Risiken und die Zusammenarbeit zur Abschwächung der Auswirkungen.
Durch mehr Sensibilisierung und Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Regierung und Privatwirtschaft kann Europa seine Krisenfestigkeit stärken.
Im Forum wird über den Aufbau einer Kultur der Krisenvorsorge durch Bildungs- und Sensibilisierungsinitiativen diskutiert. Dadurch sollen die Bürgerinnen und Bürger als Hilfskräfte fungieren und sich aktiv am Krisenmanagement beteiligen können.

Der Schwerpunkt wird auf Strategien zu Themen wie Gesundheit, Unterstützung der Zivilgesellschaft und Medienkompetenz liegen, die die Probleme schutzbedürftiger Gruppen angehen und die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten in allen Gemeinschaften fördern.
Für ein gut vorbereitetes und krisenfesteres Europa ist es unerlässlich, die Beiträge des Forums in der EU-Strategie für eine Union der Krisenvorsorge zu berücksichtigen.

