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Generationengerechtigkeit

Ihre Meinung sagen – Politik gestalten

Generationengerechtigkeit erfordert Dialog über künftige Familienpolitik

Avatar Andreas EDEL

Die Solidarität zwischen den Generationen ist am effektivsten in der Familie, die nach wie vor der wichtigste Träger der Unterstützung für unterhaltsberechtigte Kinder, jüngere Erwachsene und pflegebedürftige ältere Menschen ist. Familienpolitik ist daher von entscheidender Bedeutung, um dieses Problem anzugehen. Zweitens geht es bei der Generationengerechtigkeit darum, wie finanzielle Ressourcen und Entscheidungsbefugnisse verschiedenen Altersgruppen zugewiesen werden, aber auch darum, wie Einzelpersonen zu einem fairen und altersgerechten Modell des Wohlfahrtsstaats beitragen können. So könnten beispielsweise spätere Ruhestandsregelungen und/oder flexible Arbeitsregelungen im höheren Alter dazu beitragen, die finanzielle Belastung der Rentensysteme zu verringern. Um fair zu sein, sollte dies jedoch die Fähigkeit des Einzelnen berücksichtigen, länger zu arbeiten, z. B. in Abhängigkeit von seinem Gesundheitszustand, seiner familiären Situation, seiner Bildung, seinen Möglichkeiten des lebenslangen Lernens und seinem Zugang zum Arbeitsmarkt. Sowohl die Familien- als auch die Arbeitsmarktpolitik sollten berücksichtigen, dass unsere Familien in Bezug auf soziodemografische Merkmale wie Alter, Gesundheit, Familienzusammensetzung, Bildung oder ethnische Zugehörigkeit vielfältiger werden. Dies wird sich auf die Fähigkeit verschiedener Familien in verschiedenen Regionen und Orten auswirken, sich an den Arbeitsmarkt oder an neue Herausforderungen wie den Klimawandel anzupassen. Der generationenübergreifende Dialog unter Berücksichtigung der Interessen, Erfahrungen und Perspektiven von Menschen aller Altersgruppen ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass keine Generation zurückgelassen wird.

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